HANS O. MAHN & Co. KG Memorandum 10.06.2010 e.mail: Photo@mahn.net……………………………………………………………………………………………………………...........................
Konzept Vortrag von Hartmuth Schroeder,
anlässlich des FineArtForums in Paderborn, am Sonntag, 06.06.2010.
Sprachlich und textlich NICHT überarbeitet, da Vorlage für einen mündlichen Vortrag.……………………………………………………………………………………………………………...........................
Guten Tag meine Damen und Herren, erlauben Sie mir, heute mit einer Konfuzius-Adaption zu starten:
FINSTERNIS:Besser als die (digitale) Finsternis zu verdammen ist es, ein kleines Licht anzuzünden.
Was finden hier hier in Paderborn vor?
Einen grossen, total schwarzen Raum.
Was passt besser als diese Schwärze zu unserer Schwarzweiss-Fotografie?
Und wer meinen Textbeitrag in einem deutschen Forum zu dem Thema „Schauerliche Finsternis“ las,
der wird sich, vielleicht wie ich, hier und heute an diese gar schauerliche Finsternis erinnert fühlen.
Lassen wir erst gar keine schwarzen Gedanken zu – befassen wir uns mit dem „Kleinen Licht“ in der digitalen Finsternis.
Zu schwarzen Gedanken haben wir auch keinen Grund.
In der Finsternis leuchtet ein kleines Licht – motiviert durch Klaus Wehner, der mit seiner Initiative,
unterstützt durch die Paderborner Fotoszene- beispielhaft dafür steht die Blende 78. Das hat uns hierher gerufen.
Dieses Licht wäre zu erkennen auch in den wirklich beeindruckenden fotografischen Werken, filmbasiert,
vergrössert vor allem auf Silbergelatine-Fotopapieren.
Diese Licht leuchtet im Engagement der Industrie, hier vertreten durch Spezialisten, mit denen sich das
fachliche Austauschen mit Sicherheit lohnt.
Alle wissen, dass ich selbstverständlich ein wirtschaftliches Interesse an einer Veranstaltung wie dieser habe.
Hier findet eine
Symbiose der Komponenten
Produktion
Handel
Anwender
Statt, die NUR dann funktioniert, wenn ALLE zufrieden sind.
Insoweit wünsche ich den Organisatoren viel Glück bei der Aktivität und den vielleicht noch folgenden
Paderborner Fine Art Tagen.
Lassen Sie mich erklären, warum ich meine positiven Gedanken zu der Fragestellung erläutere:
HAT DIE FILMBASIERTE FOTOGRAFIE EINE ZUKUNFT?
WAS LEISTET DIE FIRMA MACO PHOTO PRODUCTS FÜR „FILMBASIERT“?JA!Ist klar, werden Sie denken, hier steht jemand vor Ihnen,
der selbstverständlich eine positive Stimmung verbreiten muss – stimmts?
Das denken Sie doch wohl mit hoher Wahrscheinlichkeit, oder?
Ich wurde gebeten, hier und heute darzulegen, warum ich von einem langanhaltenden Erfolg der filmbasierten Fotografie
– heute mehr als noch vor einigen Jahren - überzeugt bin.
Danke für die Einladung, das mache ich doch gerne.
PRODUZENTEN:Hier und heute kommen VIER Repräsentanten des produzierenden Gewerbes zu Wort, die nicht wenig für
die filmbasierte Fotografie getan haben – sicher auch noch tun werden.
Der eine Anbieter hat im vorigen Jahr ein fantastisches neues Fotopapier, auf Agfa Techniken basierend,
vorgestellt – und kann auch liefern. Heute wird er, wie gestern durch Klaus Wehner angekündigt wurde,
mit einem neuen, hochempfindlichen Schwarzweiss-Film glänzen.
Dazu meinen Respekt, so etwas erfordert einen Glauben an den Fortbestand der filmbasierten Fotografie.
Dann ist hier die Frau
Brümmer der Kodak. Und was macht sie?
Sie verweist auf die erfolgreichen Markteinführungen der T-Mäxe und des Ektar.
Neuheiten, Qualitätsverbesserungen aus dem Hause Kodak. Respekt.
Diesen zolle ich daher auch und vor allem dem Kodak-Konzern, die mit den Innovationen Meilensteine in der Gattung filmbasiert setzt.
Nun, wenn es erlaubt ist, einige Ausführungen zu den Geräten.
Immer wieder bin ich schwer beeindruckt von zwei deutschen Mittelständlern, erneut hier und heute,
die
Firmen Kienzle und Heiland. Die mit einer schönen Regelmäßigkeit an Kunden-Anwender-Infotagen (Wie übrigens auch jährlich in Münster,
gleich in der Nachbarschaft) wie hier in Paderborn, Flagge zeigen.
Nicht zuletzt die
Firma Spur, die mit dem Entwickler-Baukasten-System,
Arbeitstitel GRÜN für die Hochauflösungsfotografie Akzente setzt.
Was ist ein modularer Entwickler? Besteht aus mehreren Komponenten, mit denen man sich auf jeden
Dokumentenfilm individuell einstellt.
Für mich ist das der technologische Durchbruch, in dieser Szene.
MACO PHOTO PRODUCTS:Nun komme ich zum zweiten Teil der Ausgangsfrage kommen und erläutern,
was Maco Photo Products mit der Marke Rollei-Film unternimmt, also,
wie sieht es mit der Produktion von Filmen, Papieren und Fotochemie,
wie sieht es mit einer sicheren Kunden-Versorgung aus?Viele Fotografen haben voreilig ihre wertvollen analogen Kameras zu Schleuderpreisen verkauft.
"Wer weiß, wie lange es überhaupt noch Filme gibt", lautete ein häufiges Argument - Manche mögen es
zwischenzeitlich bereut haben.
Daher enige Worte zur Marktentwicklung „filmbasierte Fotografie“:
Ein Grund für den Boom der Digitalfotografie war zweifellos der Handel, der mit der digitalen Fotografie die Chance sah,
mit schöner Regelmäßigkeit den Kunden neues und teures Equipment zu verkaufen.
Digital ist toll,
Film ist von gestern lauteten die „Argumente“.
Hat ja auch funktioniert.
Bisher. Denn auch dort machen sich zunehmend Erscheinungen der Marktsättigung breit.
Denn einerseits sind die Fotografen es zunehmend leid, alle zwei Jahre viel Geld in eine neue Kameras zu investieren.
Andererseits haben Digi-Spiegelreflex ein Qualitätsniveau erreicht, mit dem die Mehrzahl der Anwender schlicht zufrieden ist.
Diese Kameras werden nicht mehr schon nach zwei Jahren ausgetauscht, sondern zunehmend länger verwendet.
Wenn jetzt aufgrund von Marktsättigungserscheinungen der "digitale Honeymoon" der ständigen Verkaufsrekorde
zu Ende geht (die Margen sind eh schon extrem unter Druck), steht auch der Handel vor neuen Herausforderungen.
Und dann bestünde zumindest die Chance, dass ein "Retro Trend" bzw. "Back to the Roots" auch von Seiten
des Handels eine Unterstützung findet.
Und man sich dort vielleicht daran erinnert,
dass es damals ein sehr gutes Geschäftsmodell war, Fotografen laufend Film zu verkaufen.
Bevor ich mich einigen konkreten Themen zuwende,
möchte ich mich Ihnen vorstellen, einmal etwas
zu dem Umfeld sagen, aus dem ich stamme.
Ausgebildet beim Tetenal Photowerk als Industriekaufmann, anschliessend dort etwa 10 Jahre angestellt.
Erfahrungen im Spezial-Versandhandel-Labor, gut, liegt über 30 Jahre zurück.
Dieses Umfeld hat sich zwischenzeitlich radikal verändert - aber:
Auf gute Beratung und eine tiefe Verbundenheit zu den Produkten wird auch heute unverändert von
Seiten der Anwender, eigentlich sogar vielfältiger als früher, Wert gelegt.
Also, so viel hat sich grundsätzlich im Vertrieb an den Endkunden nicht verändert.
1982 Gründung der Fotochemie-Manufaktur
LABOR PARTNER, Schwerpunkt
"menschenfreundlichere Produkte" für institutionelle Anwender.
Später Erweiterung auf den Amateur- u. Profimarkt.
1985 Leitung des Vertriebs, der Produktion und anschliessend des Gesamt-Unternehmens
Argenta, München.
Einem der ältesten deutschen Fotopapier-Beschichter.
Das Unternehmen wurde 1990 an indische Interessenten verkauft.
1991 zu Hans O. Mahn & Co, Hamburg.
Konzentration auf internationale Märkte, da traditionelles Handelshaus, Export/Import/Trading.
Später Hauptgebiet Import und Europa-Vertrieb für den seinerzeit zweitgrössten Produzenten von S/W-Produkten:
ORIENTAL, Japan. Die bis dahin in Europa weitestgehend ausschliesslich Fachanwendern bekannte Marke Oriental wurde in
Europa Anfang der Neunziger zu einem der bedeutendsten Fotopapier-Verkäufer.
Vom Umsatz nahe Null zur Nummer Zwei nach Ilford, vor Agfa, vor jedem anderen europäischen Anbieter
fotografischer S/W-Papiere.
Aufgrund der Patentrechte wegen der Colorprozesse EP2/RA4 verlor Oriental in 1985 die Fähigkeit, Colorpapiere
zu produzieren und musste Insolvenz anmelden.
Der Neustart in 1998 fand dann ohne unsere Beteiligung statt, erst seit dem Jahr 2008 befassen wir uns
erneut mit dem Vertrieb dieser höchstanspruchsvollen Produkte.
Einige Worte zum Oriental-Umfeld:
Seit 1998 wird das Oriental Fotopapier basierend auf den Originalformeln durch Ilford-Harman als
dienstleistender Beschichtungsbetrieb begossen.
Qualitativ nicht mit Ilford-Emulsionen verwandt.
Konfektionierung in Japan. Immer noch als eigenständige Marke,
mit unverwechselbaren Qualitätseigenschaften.
Nach dem Paradigmawechsel "Oriental" suchte sich Maco neue Lieferanten in Europa, Japan und Taiwan.
Unter den Bezeichnungen z.B. ULTRAPAN; ULTRABROM; ULTRASPEED usw wurde auf der Photokina
1996
erstmalig der Begriff MACO PHOTO PRODUCTS für Foto-Produkte verwendet.
Diese vor allem in die grossen Export-Märkte geliefert.
Aber.....
Nachdem sich auch in Mitteleuropa immer mehr Fotografen mit ULTRA..... anfreundeten, gab es diese auch
im europäischen Handel zu kaufen.
Wenn einmal der Name MACO mit osteuropäischen Lieferanten und "Massen,
die in Containern bewegt werden" ,
nett war auch mal "Palettenschieber" in Verbindung gebracht wurde, dann basiert das auf dieser Art unserer
damaligen Aktivitäten. Nur ein Beispiel sei erlaubt.
In Indien fanden/finden sog. Hochzeitskampagnen statt.
Für diese Kampagnen lieferte Maco
jährlich 2 Millionen ULTRAPAN 100 Rollfilme
Anschliessend folgte eine Hinwendung auch auf mitteleuropäische Kundenkreise, dort vor allem der Massenbedarf,
z.B. kaufte der
Axel Springer Verlag und weitere deutsche Verlage bis vor wenigen Jahren bis
zu
10 Millionen 400 ISO-S/W-Filme.
Jährlich !Heute dagegen, werden in Deutschland insgesamt unter einer Million S/W-Filme verkauft.
So haben sich diese Zeiten geändert.
Nach dem Fortfall dieser Marktsegmente stellte sich Maco erneut einem Paradigmenwechsel.
Damit komme ich in der "Neuzeit" an.
Auf der Photokina 2004 stellte Maco die Marke
ROLLEI-FILM erstmalig vor.
Es gab nur einen Film, das war der legendäre R3, der einen Siegeszug ausserhalb des deutschen Sprachraums antrat.
Im Jahr 2005 stellte dann Maco das KOMPLETTE PROGRAMM auf einen deutschen und einen belgischen Hersteller um.
Die neuen ROLLEI Filme hatten NICHTS MEHR mit der Qualität der ULTRA-Marke von Maco zu tun!
Man nutzte diese seltene Gelegenheit, nicht nur neue Markenartikel zu etablieren, sondern alte "Lieferanten-Zöpfe"
abzuschneiden.
Auf der Photokina 2006 gab es dann ausschliesslich ROLLEI-FILM PRODUKTE auf dem Rollei/Maco-Messestand zu sehen.
Bedeutet, innerhalb von nur 2 Jahren wurde ein Sortiment mit vielen Tausend Einzelprodukten total neu aufgestellt.
Ab dem Sommer/Herbst 2007 wurde mit der Einrichtung eines
Internet-Shops dem Umstand entsprochen,
dass sich in Deutschland nur zwei bedeutende Versender mit dem Vertrieb von Rollei-Film-Produkten an den
nicht institutionellen Anwender befassten.
Heute könnte jeder Endverbraucher direkt bei macodirect.de bestellen.
Das in Form eines Kompetenzzentrums gewachsene Sortiment steht zu attraktiven Bedingungen dem Anwender zur Verfügung.
Auch Efke, Foma, Fuji, Ilford und Kodak-S/W-Produkte sind seitdem lieferbar.
In 2007 wurden viele neue Produkte dem Markt vorgestellt.
Natürlich ist es kein "Geheimnis" dass nahezu alle neuen ROLLEI-FILM-Produkte regelmässig in den Fabriken
der
Agfa-Gevaert in Belgien produziert werden.
Aber.... so mal eben etwas abschneiden und fertig.... so einfach ist das nun doch nicht.
Ich wundere mich manchmal über Foren-Beiträge,
die sich mit gerade diesem Thema befassen..... und muss dann doch schmunzeln.......
Es sind nicht selten Millioneninvestitionen erforderlich, um Rollei-Film Produkte dem Markt in fix & fertig gepackter Form präsentieren zu können.
Das gilt sowohl für den "Begiesser"
als auch den "Konfektionär"
als auch für die „Vertriebspartner“.
Ein schönes Beispiel ist der ROLLEI-FILM ADVANCED TECHNICAL PAN ATP1.1, der 2007 anlässlich des Fotoforums
in Münster das Licht der deutschen Öffentlichkeit erblickte.
Es war eine jahrelange Vorbereitung erforderlich, bis dieses Produkt endlich stand.
Es ist vielleicht an der Zeit, die Vorstellung aufzugeben, der Herr Schroeder geht her und lässt einfach irgendwo
irgendetwas abpacken - was eh schon in den Fabriken fix und fertig ist.
Hier nur einige, jedoch prägnante Beispiele für unsere Arbeitsweise:
Es wurden die (Maco/Rollei)
Ortho 25 Filme initiiert. Als Agfa Deutschland damit aufhörte.
Anfang der Neunziger. Erforscht und entwickelt aufgrund eines Maco-Lastenheftes in den Jahren 1992 bis 1993.
Marktreife in 1994. Anschliessend exklusiv produziert und vertrieben.
Um das ganz deutlich zu sagen.
Maco hat den Forschungsauftrag erteilt,
die finanziellen Mittel bereitgestellt,
die Marktfähigkeit erproben lassen,
die Produktionsaufträge erteilt,
finanziert,
auf eigenes Risiko den weltweiten Vertrieb gestartet.
So auch hier:
Es wurden die (Maco/Efke)
Infrarotfilme IR 820c initiiert. Als Konica aufhörte. Mitte der Neunziger.
Erforscht und entwickelt aufgrund eines Maco-Lastenheftes in den Jahren 1991 bis 1994. Marktreife in 1995.
Anschliessend exklusiv produziert und vertrieben. Vorgehensweise vergleichbar den Orthofilmen.
Es wurden die (Maco/Rollei)
Pan 25 Filme initiert. Als der Agfapan 25 nicht mehr erhältlich war,
waren wir da. Erforscht und entwickelt aufgrund eines Maco-Lastenheftes in den Jahren 1994 bis 1995.
Marktreife in 1995. Abweichend von den Filmen, die unser Beschichtungsbetrieb als Eigenmarke anbot.
Heute stelle ich hier in Paderborn die neuen
Rollei Retro 100 TONAL Filme vor.
Vor etwa 15 Jahren ist diese Filmgattung bereits einmal für etwa 5 Jahre produziert worden.
Anschliessend standen entscheidende Substanzen nicht mehr zur Verfügung.
Die Produktion musste daher seinerzeit aufgegeben werden.
Im Jahr 2008 begann die Erprobung des Nachfolgers mit einem durch die Agfa in Belgien beigestellten Sensibilisierungsfarbstoff.
In 2009 erfolgten die ersten Probegüsse,
Anfang 2010 die Grossproduktion.
Aus dieser stammen die Filme, die Ihnen hier und jetzt präsentiert werden.
Der
Rollei Retro 100 TONAL gehört als orthopanchromatischer Film in die Gattung Filme, die derzeit
ausschliesslich durch den Fuji Neopan ACROS besetzt ist.
Fachleute unter Ihnen wissen, dass es durchaus Interpretationsmöglichkeiten gibt, Orthopan zu beschreiben.
Entscheiden Sie daher ob Sie mit Filmen dieser Gattung gute Erfahrungen gemacht haben,
ob sie unserem
Film eine Chance geben.
Das sichere ich Ihnen zu: Die Versorgung ist sicher. Vor allem wichtig: Mit Planfilmen
Photo Studio 13, dort Herr Rothbart als Leiter der Scala-Abteilung, erarbeitet momentan die
korrekten Belichtungsparameter, um den TONAL als Diafilm zu nutzen.
Die Erfahrungen von vor 10 Jahren waren wirklich gut, diese gilt es jetzt zu bestätigen.
Auch der Herr Wehner, hier aus Paderborn, hat TONAL Testfilme erhalten,
er wird anschliessend über dessen Erfahrungen in den einschlägigen Foren berichten.
Ergänzend verfügen wir über etwas „exotischere Filme“,
die exklusiv für uns von europäischen Betrieben angefertigt werden.
Dazu zähle ich den
ATP1.1, dem Nachfolger des legendären Kodak Technical Pan.
Ergänzt durch eine extra für diesen Film abgestimmte
ATP-DC Chemie aus dem Hause Spur.
Dazu zähle ich den
ATO2.1, der momentan der einzige echte Reprofilm mit dünner Filmunterlage und
einer echten Lithemulsion auf dem Weltmarkt ist. Niemand sonst bietet diese Technologie an.
„Leichter“ als mit den Exklusivfilmen hatte ich es mit den Filmen, die auf dem Sortiment der Agfa Gevaert in Belgien basieren.
Einige Worte zu der Agfa in Mortsel/Antwerpen-Belgien.
Ein Konzern, Aktiengesellschaft, mit momentan weit über
10.000 Mitarbeitern. In 2005 waren es 17.000.
Unverändert und entgegen allen Gerüchten beschichtet diese
Agfa täglich eine Million Quadratmeter Film. (
http://www.agfa.com -Presseinformation)
Das ist eine Grössenordnung, die man sich so als einfache Zahl wohl nicht recht vorstellen kann. Lassen Sie mich das daher so sagen:
1 Million Quadratmeter, gleich 30 Millionen Laufmeter 35mm,
würden einer Anzahl von
18 Millionen 181 Tausend Filmen in Patronen 135-36 entsprechen.
Was ist das für eine beeindruckende Zahl? 18.181.000. Täglich.
Lassen Sie mich hierzu auch ein neutrales Beispiel einer mittlerweile untergegangenen Firma anführen, der Orwo,
Dresden, Bärensteinerstr, Papierproduktion.
Dort wurden in den besten Jahren bis 8-10 Millionen Quadratmeter Unterlage beschichtet.
Das, wofür seinerzeit eines der weltweit grössten Papierbeschichtungsbetriebe, ein Jahr brauchte, begiesst
die Agfa heute in nur 8-10 Werktagen.
Um der Überschrift dieses Vortrages SICHERHEIT / ZUKUNFT zu entsprechen,
denke ich, allein diese Aussage zu einem meiner Vorlieferanten,
mit denen wir sehr eng zusammen arbeiten, ist ausserordentlich
aussagekräftig.Die Agfa Gevaert in Belgien produziert für anspruchsvollste Kunden aus der Wissenschaft, der Luftbildfotografie und dem Militär.
Der erste Rollei-Film aus dieser Produktionsstätte war im Jahr 2005 der Rollei Infrarotfilm mit 400 ISO.
Also der älteste Film aus der Kooperation ROLLEI FILM POWERED BY AGFA ist der Rollei Infrarotfilm 400.
Dieser wird vor allen Dingen in den USA und Großbritannien verbraucht, den „Mutterländern“ der IR-Fotografie.
Liegt umsatzmässig vor dem Ilford, vor dem Efke.
Ist daher weltweit mit weitem Abstand der meistverkaufte IR-Film.
Eine sichere Versorgung ist gewährleistet, da baugleich mit diversen Agfa und Maco „Surveillance“-
Überwachungsfilmen.
Der nächste Film aus der Agfa Produktionsstätte waren die Superpan 200 und der Retro 400S, beides Filme,
die ebenfalls IR-empfindlich eingestellt sind.
Jedoch ohne Schwarzfilter wunderbare
Universalfilme. Diese Emulsionstechnik wird beispielsweise dann eingesetzt, wenn bei
Überschwemmungen mit Flugzeugen die Sättigung von Deichen mit Wasser festzustellen ist.
So können
vor einem Deichbruch entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden.
Der neueste Film aus der Agfa Produktion ist der
Retro 80S, der eine sehr hohe Auflösung bietet, dabei den alten APX 25 sogar übertrifft.
Wichtig für die nähere Zukunft:Auf allen neu produzierten Filmen, die unser Haus betreut, steht „powered by Agfa“.
Das ist damit als ein Zeichen des Vertrauens zu werten,
das die Agfa in unsere Aktivitäten dokumentiert.
LOMOGRAFIE:Der Erfolg dieser Kunstform ist ein wichtiger Punkt, wenn es darum geht, die weiteren Film-Produktionen zu behandeln.
Kein anderes Geschäftsfeld hat vergleichbare Steigerungen FILMVERKÄUFE zu melden, wie die Lomografie,
wenn es erlaubt ist, viele unterschiedliche kreative Anwendungen begrifflich darunter zu erfassen.
Vor allem in Asien und Amerika, nicht so extrem in Europa, obwohl in Italien eine durchaus ähnlich vergleichbare
Euphorie erkennbar ist,
explodiert die Nachfrage nach Filmen. Natürlich werden auch abgelaufene Filme gesucht,
den Löwenanteil decken jedoch ganz normale Filme von ganz normalen Produzenten.
Bis auf die Hausmarken der Firma Lomography in Wien.
Die bereits eine schöne Anzahl „eigener“ Filme anbietet.
Dieses Sortiment wird ergänzt durch die in 2009 erstmalig vorgestellten
Rollei Kreativ Filme. Die mittlerweile von japanischen, koreanischen und amerikanischen Spezialisten, aber auch von Fotohändlern
angeboten werden, die sich dieser aktuellen „Herausforderung“ stellen.
Auch Lomo selbst vertreibt zwischenzeitlich unsere Rollei Creative Filme.
Zu denen übrigens Einwegkameras gehören,
die mit 200 ISO Dia Film bestückt
sind, die auch als Typ 127 produziert werden.
Also, eine neues Film-Sortiment für einen wachsendes Marktsegment.
Auch aus diesem kurzen Beitrag sollte hervorgehen, dass die Lomografie einen wichtigen Beitrag zur Filmproduktions-Sicherung leistet.Es ist schön, dass auch unser Unternehmen direkt daran partizipiert, so stellen wir u.a. die Lomo X-200 Pro
Farb Diafilme her, basierend auf dem bewährten Agfa RSX II.
Hochauflösungsfotografie einfach machen!Alle hochauflösende Filme aus dem Hause Agfa, wie der Agfa Copex Rapid, werden durch uns konfektioniert.
Eine Besonderheit ist der Copex Rapid Rollfilm, der exklusiv durch unsere Partner dem Markt angeboten wird.
Aus der Versenkung geholt:Seit einer Woche liefern übrigens auch wieder Glasplatten, vorerst im Format 65x90mm. Original Agfa APX 100.
Frisch produziert.
FARBFILMEZu den Farbfilmen ist zu sagen, dass wir selbst ja nur ein kleines Licht in diesem Geschäftsfeld sind.
Mit unseren unmaskierten Digibase CN 200 (Agfa) Filmen beliefern wir viele Fotografen in aller Welt.
N u r dieser C-41 Film bietet Schwarzweiss Abzüge mit detailgetreuen Grauwertabstufungen,
auch im Bereich roter Gegenstände.
Das kann in dieser Form
kein anderer Farbfilm. Mit unserem Digibase CR 200 decken wir einen Markt ab, der zumindest für unser Haus sehr interessant ist.
Er basiert auf der legendären Agfa RSX-Emulsion.
Ist qualitativ jedoch zuminderst im professionellen Bereich nicht fähig, modernen 200 ISO Emulsionen der
Fuji oder Kodak Paroli zu bieten.
Aber, er hat seine vielen Freunde, die durchaus mit ihm glücklich sind.
Zu den Produktionen der Fuji und der Kodak möchte ich kein Statement abgeben.
Was sicher ist:
Kodak hat Verträge mit Grosskunden, die eine Farbfilm-Produktion bis weit in das nächste Jahrzehnt sicherstellen.
Es mag dann durchaus sein, dass der eine oder andere Film oder Abpackung aufgegeben wird –
daraus gleich eine Ktastrophenlage abzuleiten, ist nicht zulässig.
Auch durch Fuji in Japan ist eine sichere Versorgung mit Filmen zugesichert worden.
COLORPAPIER:Die Colorpapierproduktion hat sich nach einem dramatischen Rückgang vor einigen Jahren nicht nur erholt,
sondern steigt mit erheblichen Raten wieder an.
Woran liegt das?Das liegt vor allem daran, dass es moderne Emulsionstechniken gibt, die auch eine Kurzzeitbelichtung
per digitalem Datensatz ermöglichen.
So kann nun das modern eingerichtete Labor nicht nur von analogen Filmen,
sondern direkt aus dem Computer auf das RA-Papier belichten.
Und das zu extrem günstigeren Konditionen als das je mit Ink Jet möglich wäre.
SCHWARZWEISSPAPIER:Was die Schwarzweiss Fotopapiere betrifft, so hat sich auch auf diesem Sektor einiges getan.
Ilford ist der marktbeherrschende Produzent mit einem schier unglaublichen Sortiment an Fotopapieren.
Es mag sein, dass Harman Technology irgendwann einmal das eine oder andere Papier aufgeben muss –
mangels Nachfrage.
Die Massenpapiere Multigrade neutralton und warmton hingegen sind sehr, sehr sicher.
Für die Marke Oriental giesst Harman Techn. seit Ende vorigen Jahrhunderts original japanische Emulsionen
und liefert dann die Masterrollen nach Japan. Von dort aus werden diese Papiere in alle Welt exportiert.
Unter auch durch uns importiert, denn die Qualität einer echten Oriental Emulsion – in Kombination mit
einem traditionellen Entwickler (unserem RPN) – ist unübertroffen.
Neben Ilford gibt es noch drei Hersteller.
Ein europäischer ist die Foma in Tschechien.
Ein weiterer sitzt in Monheim und produziert nach Agfa Rezepturen.
Das ist die Marke Adox.
Den dritten möchte ich hier nicht veröffentlichen, denn das ist ein Betriebsgeheimnis.
Wir als Rollei bieten mit dem Vintage ein grosses Sortiment an edlen Papieren, die vor allem durch die Foma,
für uns angefertigt werden.
Ich muss leider gestehen, dass ich mich in den vergangenen Jahren nur sehr stiefmütterlich im S/W-Papiere gekümmert hatte –
sobald es auf diesem Sektor Neuheiten gibt, werden wir sicher recht aktiv.
FOTOCHEMIE:Fotochemie wäre nun mein Lieblingsthema, aber....ich möchte mich auf das Wesentliche beschränken.
Agfa Fotochemie aus Vahingen, der traditionellen Produktionsstätte, unser Partner, nicht für Kleingebinde,
sondern für Grossproduktionen, abgepackt in 200 Liter Fässern.
Wir konfektionieren in Geesthacht, bei compard, das, was die Kunden wünschen.
Rollei Fotochemie wird in sehr grossen Mengen produziert.
In so grossen Mengen, dass ich mir bereits vor vielen Jahren mehrere leistungsstarke Partner gesucht habe,
die dieses Sortiment seit nunmehr über 25 Jahren zuverlässig produzieren.
Darauf wird sich jedoch nicht ausgeruht, wie die ständigen Neuheiten und Verbesserungen zeigen.
Die letzten beiden grösseren Projekte waren die Digibase C-41 Farbchemie im Baukasten-System – jetzt
gerade die Präsentation der ersten hydrochinonfreien Papierentwickler-Produktion in 5.000 Liter Ansätzen.
Die Präsentation einer komplett durchgestylten Reihe von S/W-Chemie,
alles den aktuellsten Sicherheitserfordernissen entsprechenden „green line“ Chemie.
Vom Filmentwickler über Papierentwickler über Fixierer (!) bis hin zu biologisch abbaubaren Netzmitteln, bzw. Film-Schnelltrocknern.
ABSCHLUSS:Nein, noch etwas, bevor ich vergesse........
Wer einmal im Fotolabor vor den Schalen gestanden ist und auf das Ergebnis wartete,
das sich langsam auf dem Papier bildete/abzeichnete,
der wird - vor Druckern sitzend-
sich sicher an diese Zeiten mit Vergnügen erinnern.Und genau das ist es, neben den vielen schönen knallharten Fakten:
Der Spass im „Nasslabor“ ist einzigartig –
kein Drucker der Welt kann dieses Erlebnis bieten, oder?
Schliessen wir jetzt mit der Frage:
WAS MOTIVIERT MICH, AUF EINE TRENDWENDE HINZUWEISEN?Die Umsatzzahlen unseres Unternehmens sprechen eine eindeutige Sprache.
Unterstützt durch die Erkenntnise die bereits vor Jahren in Japan, Korea sowie der Westküste der USA,
in Europa vor allem in Grossbritannien gewonnen wurden:
DIE TRENDWENDE IST BEREITS ERFOLGT!
WIR SIND JETZT MITTENDRIN!
SEIT DEM VORIGEM JAHR GEHT ES WIEDER AUFWÄRTS!Mein Dank gilt denjenigen, die mit viel Herzblut und Opfern bei der Stange geblieben sind.
Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
Danke und Tschüs
Hartmuth Schroeder DGPh
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ABSCHLUSS:Immer wieder kam ich im Vortrag auf das „kleine Licht“ zu sprechen,
hier der Ausgangstext:
In einem Winkel der Welt kauerte verbissen, trotzig und freudlos eine dicke, schauerliche Finsternis. Plötzlich erschien in dieser Not ein kleines Licht, klein, aber ein Licht. Jemand hatte es hingestellt. Es war einfach da und leuchtete. Einer, der vorüberging meinte: „Du ständest besser woanders als in diesem abgelegenen Winkel“. „Warum?“ fragte das Licht. „ich leuchte, weil ich Licht bin, und weil ich leuchte, bin ich Licht. Ich leuchte nicht, um gesehen zu werden, nein, ich leuchte, weil es mir Freude macht, Licht zu sein“.Aber die düstere Finsternis ging zähneknirschend und wütend gegen das Licht an. Und doch war die ganz große Finsternis machtlos gegen diese winzige Licht.