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 Betreff des Beitrags: Wie Dias am besten belichten?
BeitragVerfasst: 17.06.2010, 16:51 
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Registriert: 22.02.2010, 21:06
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Hallo,
seit kurzem versuche ich mich statt an Farbnegativ an Diafilm. Leider ist dies kein Kinderspiel mit meinem Digisix, da ich nie genau weiß ob ich auf die Schatten oder auf die Lichter belichten soll! Bei Negativ war das viel einfacher.....
Es wäre super wenn Ihr mir ein paar Tipps zum korrekten Belichten von Dias geben könntet!

LG


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie Dias am besten belichten?
BeitragVerfasst: 17.06.2010, 17:12 
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***aphog***

Registriert: 08.08.2009, 11:25
Beiträge: 690
Ich denke es ist immer sinnvoller auf die Lichter zu belichten, da Diafilm eine Unterbelichtung eher verträgt als eine Überbelichtung, da dann die Lichter gnadenlos ausfressen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie Dias am besten belichten?
BeitragVerfasst: 17.06.2010, 17:17 
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***aphog***

Registriert: 07.11.2008, 08:28
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Hallo, genaugenommen gibt es keine Differenz. Früher hieß es, Dia könnten allerhöchstens bis 5 Stufen auf einmal, Negative 7. Ob das heute noch gilt? Wenn Du Dias ALS Dia(show) machen willst, hilft wahrscheinlich nur eine Beleichtungsreihe von 3 oder sogar 5 KB mit 1/2 Bl. Differenz. Soll gescannt werden, gilt es mehr als sonst auf die Dichten zu achten, weil Scanner da nur schwer durchsehen können. Ich belichte das zweite Foto (das ich immer mache) 1 Bl. offener.
Die alte Regel, Dia auf die Lichter zu belichten, damit im Hellen nichts ausbrennt, kann doch nur für den Notfall gelten.
Auf den Digisix oder einen anderen einfachen Beli kommt es nicht an (gut ist natürlich Lichtmessung zu haben). Jedenfalls nicht nach einer gewissen Übung. Zum Überlegen über die immer nötige Korrektur ist allerdings ein Spotmesser hilfreich. Gilt es ein Weiß zu erreichen, ist vom Meßwert 1´5 Bl. weiter aufzumachen, denn der Meßwert gibt Dir an, wie diese Stelle Mittelgrau zu machen ist (Schnee). Wenn es ganz eng ist, können 2 oder mglw. 2´5 Bl. für Weiß ohne Zeichnung noch gehen. Entsprechendes gilt für Schwarz (Lava). Da aber "die Welt" mit Adams in 9 Stufen geteilt ist, können 5 (oder 7) nicht alles zugleich mit Zeichnung wiedergeben.

Gruß
lars

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frei ladbar: Fotoschule Großformat (+MF) > http://www.LarsHennings.de/


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie Dias am besten belichten?
BeitragVerfasst: 17.06.2010, 18:54 
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Als Faustregel er auf die Lichter,das ist schon im Prinzip richtig,es kommt aber immer auf den Kontrastumfang an,mehr wie 3 Stufen hat ein Diafilm meistens nicht.

Wenn man z.b. sehr hellen Himmelsanteil hat zu 1/3 und 2/3 dunklere Motivanteile ginge eine messung auf die Lichter komplett in die Hose,ich messe in so einem Fall immer einen Mittelwert aus.

Aber auch da gibt es Unterschiede,so sollten sehr Farbintensive Filme wie z.b. Velvia oder Elite Extracolor,schon ziemlich genau belichtet werden,weniger Farbgesättigte Filme,wie der Sensia,oder Astia,sind da etwas weniger empfindlich.

Ich kann nur jedem Dia Anfänger raten einige Filme nach Sorte und Marke selber ausprobieren,und nach einiger Zeit bekommt man dann auch das richtige Gespür für seinen Film.

_________________
Gruß
Hans-Werner

Wo man am meisten drauf erpicht,gerade das bekommt man nicht.(Wilhelm Busch)


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie Dias am besten belichten?
BeitragVerfasst: 01.07.2010, 08:49 
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***aphog***
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Hans Werner SToltenberg hat geschrieben:
Als Faustregel er auf die Lichter,das ist schon im Prinzip richtig,es kommt aber immer auf den Kontrastumfang an,mehr wie 3 Stufen hat ein Diafilm meistens nicht.

Wenn man z.b. sehr hellen Himmelsanteil hat zu 1/3 und 2/3 dunklere Motivanteile ginge eine messung auf die Lichter komplett in die Hose,ich messe in so einem Fall immer einen Mittelwert aus.

Aber auch da gibt es Unterschiede,so sollten sehr Farbintensive Filme wie z.b. Velvia oder Elite Extracolor,schon ziemlich genau belichtet werden,weniger Farbgesättigte Filme,wie der Sensia,oder Astia,sind da etwas weniger empfindlich.

Ich kann nur jedem Dia Anfänger raten einige Filme nach Sorte und Marke selber ausprobieren,und nach einiger Zeit bekommt man dann auch das richtige Gespür für seinen Film.


... das kann ich bestätigen.

Alles richtig, aber um eigene Erfahrungen kommst du nicht herum. Gerade bei Kandidaten wie dem Velvia 50 ist Erfahrung hilfreich und Sorgsamkeit geboten. Wichtig ist darüberhinaus der Einsatzzweck deiner Dias. Meine Erfahrung hat ergeben, daß hervorragend projezierte Dias (Leica Pradovit) im Scan (Nikon V ED) etwas zu dunkel erscheinen. Der Unterschied ist nicht enorm, aber in Grenzfällen kann er entscheidend sein. Gerade bei Scan sollte man zu dunkle Dias vermeiden.

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VG, Carsten
Meine Mittel zum Zweck:
Leica M7 chrom 0,85 (4/21, 2/35, 2/50, 2,8/90mm), Canon 7d (12 - 500mm), ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie Dias am besten belichten?
BeitragVerfasst: 15.07.2010, 12:18 
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***aphog***

Registriert: 03.02.2007, 12:06
Beiträge: 1379
Ich mache ausschießlich MF-Dias, i.d.R. Landschaft oder Urban mit dem Velvia 50. Der bildet ca. 6 Blendenstufen ab (vlt. etwas mehr, siehe Datenblatt: http://www.fujifilm.com/products/professional_films/pdf/velvia_50_datasheet.pdf).
Ich messe mit dem Spot die Schatten UND Lichter an. Ist der Kontrasumfang des Motivs höher als ich ihn mit 6 Blendenstufen abbilden kann, muss ich mich eben entscheiden, was mir bildwichtig ist: Geht es mir um die Lichter (Zone VII), so verwende ich den ich den Lichter-Messwert minus 2 Blendenwerte, die Schatten haben dann recht wenig Zeichnung. Sind mir die Schatten (Zone II) wichtiger, so verwende ich den Schatten-Messwert + 3 Blendenwerte, dann sind möglicherweise die Highlights aber an - oder sogar ausgefressen.

Interessanterweise liefert der Matrix-Beli meiner Pentax 645N oft den selben Wert, den ich mittels Spotbelichtungsmessung auf die beschriebene Art erhalte, so dass sich die aufwändige Spotbelichtungsmessung bei der 645N eigentlich nur in kniffligen Belichtungssituationen lohnt.

Diese Serie habe ich auf Velvia 50 mit der Spotbeli-Methode und der Pentax 67 geschossen: Alter jüdischer Friedhof FFM

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Gruß, Wolfram


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie Dias am besten belichten?
BeitragVerfasst: 13.08.2010, 07:41 
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Registriert: 23.02.2010, 16:26
Beiträge: 2
Wolfram Becker hat geschrieben:
so verwende ich den ich den Lichter-Messwert minus 2 Blendenwerte, die Schatten haben dann recht wenig Zeichnung. Sind mir die Schatten (Zone II) wichtiger, so verwende ich den Schatten-Messwert + 3 Blendenwerte, dann sind möglicherweise die Highlights aber an - oder sogar ausgefressen.


Wolfram, ich bin verwirrt. Bist du sicher, dass du es nicht andersrum machst, sprich auf die Lichter messen + 2 Blenden, bzw. auf die Schatten -3?


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