Die Blitzlichtfotografie

– früher und heute.

Von Eginhard Teichmann

Hallo Fotofreunde,

die Entwicklung der Blitzlichtfotografie ab 1940 in meinem Umfeld möchte ich hier so schildern, wie ich sie wahrgenommen habe.

Wenn mein Vater Ende der dreißiger und Anfang der vierziger Jahre mit seiner Zeiss-Ikon 9×12 Plattenkamera bei Familienfeiern oder zu Weihnachten fotografierte, dann war das für mich kleinen Kerl immer eine längere und spannende Aktion.

Für die Fotos auf dem Balkon genügte das vorhandene Licht. Wenn Vati dann unter einem großen schwarzen Tuch auf der Mattscheibe scharf gestellt, den genauen Bildausschnitt überprüft, den separaten Selbstauslöser aufgezogen und in das Drahtauslösergewinde hinein geschraubt und schließlich ausgelöst hatte, musste er nur noch schnell auf den vorher genau festgelegten Platz spurten, um nach dem hörbaren Klick mit auf dem Familienfoto zu sein.

Innerhalb der Wohnung jedoch, wo das vorhandene Licht zum Fotografieren nicht ausreichte gab es zwei Möglichkeiten: riesige Nitraphot-Glühlampen oder Blitzbirnen mit E27oder E14-Fassung.
Wir hatten eine Stehlampe bei der die Lampenfassung nach oben gekippt und der gesamte Schirm abgenommen werden konnte. Das war ideal! An Stelle des Lampenschirms wurde ein trichterförmiger silberner Pappreflektor aufgeschraubt, auf dessen Rückseite OSRAM stand. Damals konnte ich das zwar noch nicht lesen, aber ein paar Jahre später nach Kriegsende, als ich diesen Reflektor im Bücherschrank entdeckte.
Vor der Aufnahme wurde die Nitraphotlampe eingeschraubt, eingeschaltet, die von einer Tabelle abgelesene Blende eingestellt, und nach dem weiteren Prozedere wie auf dem Balkon konnte Vati schließlich mit aufs Bild huschen.

Weihnachten_1942Nicht so beim Blitzlicht, das aber bei uns nur dann verwendet wurde, wenn unsere Omas, Tanten und Onkels zu Besuch kamen und zusammen mit uns Kindern abgelichtet werden sollten. Zum Einsatz kamen die gleiche Stehlampe und der gleiche Pappreflektor, nur an Stelle der sehr hellen Glühlampe wurde eine etwas kleinere Birne hineingeschraubt. Nachdem an der Lampe die Richtung und an der Kamera alles andere richtig eingestellt war, schaltete unser Vater die Stehlampe an: ein gleißend heller Blitz erschreckte uns und bewirkte, dass wir für die nächsten Minuten immer einen nur schwarzen Fleck vor den Augen hatten, ganz gleich wo wir hinsahen. Nachdem die Blitzbirne abgekühlt und wieder herausgeschraubt war, konnte die Stehlampe wieder ihrer eigentlichen Bestimmung zugeführt werden. Das war also Blitzlicht anno 1942/43.

In den nächsten zwei Jahren wurde nicht mehr fotografiert, denn Vati kämpfte für den Endsieg. Als im August 1945 meine Mutter mit uns vier Kindern, aber ohne Endsieg aus der Evakuierung von Kleinwelka bei Bautzen nach Berlin-Wilmersdorf in unsere zum Glück fast unzerstörte Wohnung zurück kehrte, war ich knapp acht Jahre alt und meine erste Arbeit bestand darin, alte Röntgenplatten in der Badewanne einzuweichen und anschließend die Schicht vollständig abzukratzen. Diese Röntgenplatten, eigentlich großformatige Planfilme, wurden dann zusammen genäht und anstelle der zerstörten Glasfenster auf die Rahmen der Außenfenster genagelt, denn der Winter stand bevor. Die Innenfenster – in Berlin waren überall Doppelfenster üblich – waren komplett mit Pappe zugenagelt. Wenn man also Tageslicht in Zimmer hinein lassen wollte, wurden die Innenfenster geöffnet und durch die Röntgenplatten kam zwar Licht hinein, aber richtig hinausschauen konnte man nicht, denn alles war ziemlich unscharf.
In den zahlreichen Deckenlampen der insgesamt sechs Räume plus Korridor waren nur noch wenige Glühbirnen intakt, und so suchte ich überall in der Wohnung nach Glühbirnen und wurde fündig. Im Bücherschrank ganz hinten lag eine neben den großen Nitraphotlampen. Diese Glühbirne sah zwar etwas komisch aus, lauter zerknittertes Silberpapier im Inneren, aber ausprobieren konnte man sie ja mal, sobald die tägliche Stromsperre beendet war.
Nebenbei bemerkt: es war nach unserer Rückkehr noch alles so vorhanden, wie wir es im August 1943 verlassen hatte. Die im Hof inmitten der Kastanie explodierte Bombe hatte zwar alle Fensterscheiben zerstört, der Hausfassade mit tausenden Löchern ein ungewohntes Aussehen verliehen und den Baum ordentlich gestutzt, aber aus der Wohnung war nichts geplündert oder gestohlen worden.
Hätten meine Eltern das geahnt, dann wäre Vaters gute Plattenkamera in Berlin geblieben, denn die durchziehenden russischen Truppen hatten aus Kleinwelka alles mitgenommen, was ihnen irgendwie wertvoll erschien.

Die Stromsperre war vorbei, ich hatte die Glühbirne in eine Nachttischlampe geschraubt und schaltete ein. Ein ungeheurer Lichtblitz blendete mich so stark, dass ich in den folgenden Minuten gar nichts mehr sah und furchtbare Angst hatte zu erblinden. Doch nach und nach wurde es wieder besser und ich wusste nun, dass ich wohl die letzte von Vatis Blitzlichtlampen gezündet hatte. Diese großen Blitzbirnen wurden nach 1945 auch in Deutschland nicht mehr hergestellt, denn die Firma Osram hatte andere Sorgen: die Versorgung der Bevölkerung mit Taschenlampenbirnen und ganz normalen Glühlampen.

In alten amerikanischen Dokufilmen oder Wochenschauen vom Ende der 40er Jahre, wenn eine Reporterschar die Ankunft eines Prominenten erwartet, sieht man manchmal die Pressefotografen mit ihren riesigen Plattenkameras und seitlich angebrachten Blitzgeräten, bei denen nach jeder Aufnahme die Birne gewechselt wurde. Das war diese Art von Blitzgeräten mit E14- oder Bajonettfassung und Batteriezündung.

Die nächste Begegnung mit einer damals üblichen Form von Blitzlicht hatte ich im Frühjahr 1950, als mein Freund mit seinem Konfirmationsgeschenk, einer gebrauchten 9×12 Plattenkamera, seine Konfirmationsgäste, zu denen auch ich gehörte, am späten Abend im Wohnzimmer fotografieren wollte.

Die Kamera kam aufs Stativ, auf der Mattscheibe wurde scharf gestellt, und nach den weiteren notwendigen Kameraeinstellungen wurden die Vorhänge zugezogen und ein kleiner viereckiger Beutel, der aussah wie ein heutiger Teebeutel, an einen Haken am Kachelofen angebracht. Jetzt hatte der Fotograf alle Hände voll zu tun, und zwar in dieser Reihenfolge:
die Lunte am Blitzbeutel anzünden, die Zimmerbeleuchtung ausschalten und den Kameraverschluss öffnen. Wenn er nun auch noch selbst mit aufs Bild wollte, dann musste er ganz schnell auf einen vorher angepeilten Platz eilen und nachdem der Blitz abgebrannt war zur Kamera zurück laufen, den Verschluss schließen (dafür gab es extra die Einstellung „T“ am Verschluss) und das Licht im Zimmer wieder einstellen. Alle auf diese Art entstandenen Fotos erkennt man sofort. Mit weit aufgerissenen Augen verfolgen alle das Abbrennen der Lunte, und dieser Gesichtsausdruck versaute auch alle auf diese Art entstandenen Fotos.

Angeblich sollten die Blitzbeutel der Marke „Fanal“, deren Inhalt aus einem Gemisch von Magnesiumpulver und Kaliumpermaganat bestanden, völlig rauchfrei und rückstandslos abbrennen, doch das taten sie nicht immer, und ganz ungefährlich war diese Art der Blitzlichtfotografie auch nicht.
Nach den Winterferien erzählte mir ein Klassenkamerad, dass sein Vater mit Blitzbeuteln beinahe den Weihnachtsbaum abgefackelt hätte.
Die nächste verbesserte Form des Pulverblitzens war die Blitzlichtpistole. Entweder ein Pistolengriff mit einer oben drauf angebrachten Blechplatte in Form eines L oder wie ich sie mir 1952 kaufte, ein pistolenähnliches Gerät mit einem Trichter am oberen Ende in den das Magnesiumpulver eingefüllt wurde. Den notwendigen Zündfunken erzeugte man nach dem Prinzip eines alten Feuerzeugs oder Gasanzünders mit dem Abzugshahn.

Meine erste Begegnung mit einem Pressefotografen mit dieser Blitztechnik hatte ich in den Sommerferien 1951. Der Berliner Mozart-Chor machte seine erste Konzertreise nach dem Krieg, ich reiste mit, und das erste Konzert fand in einem großen Saal in Burgdorf bei Hannover statt. Nach Abschluss des Konzerts sollte der Chor auf der Bühne fotografiert werden. Ein Riesenblitz schoss hoch in Richtung Bühnendecke und zurück kam bald darauf ein feiner Ascheregen herunter, und unsere erstmals benutzen weißen Chorblusen und Hemden waren die längste zeit weiß gewesen. Der Fotograf hatte wohl etwas zuviel oder seine eigene Spezialmischung genommen.

Ohne Schäden zu verursachen konnte ich meine trichterförmige Blitzpistole auch nur deshalb einsetzen, weil die Räume der Berliner Altbauwohnungen etwa 3,60 bis 3,75 m hoch waren, und die nach oben gehaltene Blitzpistole noch genügend Sicherheitsabstand von der Zimmerdecke hatte.

Um 1954 wurden die ersten kleinen Blitzbirnen angeboten, auch Vacublitz genannt, und weil meine neue Ikonta nicht nur einen Synchronkontakt hatte, sondern auch die Wahlmöglichkeit zwischen X und M, kaufte ich mir den Agfa KM-Blitz für 12,50 DM, nachdem ich im Katalog las:

„AGFA SYNCHRO-BLITZER KM – Neuartig an diesem Blitzgerät ist der zweiteilige unempfindliche Kunststoffreflektor in parabolischer Form mit kratzfester Reflexschicht. Er gewährleistet trotz kleinster Abmessungen höchste Lichtausbeute und beste Ausleuchtung.“

Was war nun der Unterschied zwischen X und M-Synchronisation? Bei der X-Synchronisation wurde der Blitz gezündet erst dann gezündet, wenn der Verschluss ganz offen war, und das war für manche „langsam abbrennenden“ Blitzbirnen zu spät. Größere und lichtstarke Blitzbirnen brauchten zu lange bis sie aufleuchteten, und da war nach einer eingestellten 1/25 oder 1/50 Sekunde der Verschluss schon wieder zu. Deshalb gab es den M-Kontakt, sozusagen mit „Vorzündung“. Der Blitz wurde bereits vor dem Öffnen des Verschlusses gezündet, und wenn der Blitz seine höchste Leuchtkraft entfaltete, folgte der Verschluss, nun sogar mit Verschlusszeiten von 1/100 Sekunde oder kürzer.

Die Leica IIf und IIIf hatte nicht nur einen speziellen und viel stabileren Anschlusskontakt, separat für X und M, sondern für Blitzbirnen auch noch ein besonderes System der Vorzündung durch die Einstellung von Kontaktzahlen unterhalb des Verschlusszeitenknopfs.

Hier findet man eine entsprechende Bedienungsanleitung:
http://www.fotomechanik-reinhardt.de/manuale/rote.pdf

Ich verwendete die kleinen und schnell brennenden Vacublitze mit Steckkontakt von Osram (XM) oder Philips (PF), und davon gab es von jedem dieser Hersteller vier Typen. Zum Beispiel von Osram die kleineren XM 1 und XM 1B (B=blau für Tageslichtfarbfilm) mit Leitzahl 28 für 17°DIN SW-Film und 14 für 15°DIN Farbfilm. Mit den stärkeren XM 5 und XM 5B konnte man die Blende um jeweils eine Stufe weiter schließen oder die Entfernung vergrößern. Kostenpunkt in Pfennig pro Stück: XM 1 = 40, XM 1B = 45, XM 5 = 60 und XM 5B = 65.
Aber für Wenigblitzer wie mich und andere Amateure war das genau das Richtige. Die Profis benutzten bereits Elektronenblitzgeräte, wie den Multiblitz von Mannesmann, den Ultrablitz von Blaupunkt oder den Elmed Brillant. Sie kosteten aber 400 bis 800 DM und waren für uns unerschwinglich. Einige West-Berliner Fotogeschäfte verliehen diese Geräte tageweise.

Als ich 1956 von unserer Kirchengemeinde gegen Erstattung aller Unkosten und für ein Honorar von 15 DM den Auftrag erhielt, an einem Sonnabend vor Heiligabend den Weihnachts-Basar der Gemeinde zu fotografieren, lieh ich mir bei einem Händler in Schöneberg einen solchen Multiblitz aus.
Gegen Vorlage des Personalausweises und einer genauen Instruktion wie der Blei-Akku Marke „Sonnenschein“ wieder aufzuladen sei, holte ich mir den E-Blitz am Sonnabend früh beim Händler ab, zahlte 20 DM Leihgebühr und musste das Gerät dann am Montagmorgen wieder abliefern.

Den ganzen Nachmittag habe ich dann auf dem Weihnachts-Basar fotografiert, wobei ich von den älteren Damen und Herren immer wieder gefragt wurde, ob man die Fotos auch mal sehen und vielleicht auch kaufen könne, wenn sie etwas geworden sind.
Zwei 36er Patronen Agfa Isopan F, geblitzt bei Leitzahl 32 und entwickelt in Atomal ergaben schließlich etwa 60 gute Fotos. Um die Möglichkeit gut auszunutzen, bis Montag früh mit E-Blitz fotografieren zu können, ging ich dann am Sonntagmorgen mit Kamera, Blitz und Agfacolor UT 16 (Wolfen) in Deutschlands größtes Aquarium in der Hardenbergstraße, und übte mich hier in der „Aquarienfotografie“. Also, im günstigsten Winkel zu fotografieren, denn der von der Scheibe reflektierte Blitz durfte keinesfalls mit aufs Bild.

Im nächsten Jahr wieder genau das Gleiche bei unveränderten Preisen, nur dass ich am Sonntag anstelle der Fische im Aquarium die Freundin mit Blitzlicht im Bild festhielt.

Ende der 50er Jahre und nachdem die Firma BRAUN die ersten Elektronenblitze anbot, purzelten die Preise:
Multiblitz Color II von Mannesmann für 186,00 DM
Metz Mecablitz 300 für 129 DM
Braun Hobby Standard für 98 + 42 DM für Ladegerät usw.
Braun Hobby Automatic für 218 und der Zusatzlampenstab für 50 DM.

Im Mai 1964 konnte ich mir endlich die langersehnte Leica M2 mit Summicron 50 mm und Elmarit 90 mm kaufen, und nun war es mit der Blitzerei vorerst vorbei. Ich ging mit der Zeit, und so war jetzt „Available Light“ angesagt.
Damit kam ich als neuem Mitglied des Mannheimer Nationaltheater-Orchesters nicht nur den Gepflogenheiten der Bühnen- und Konzertsaalfotografie entgegen, sondern verbesserte auch deutlich die Qualität meiner Bilder. Und das alles ohne Blitz! Mit der M2, Kodak-Tri-X Pan (Blende 2,8 und 1/60 sec), entwickelt in Atomal, Acufine oder Emofin. Die großen Pianisten, Geiger, Cellisten und Dirigenten der damaligen Zeit wurden von mir nun ohne Blitz fotografisch eingefangen, und niemand fühlte sich gestört. Einige dieser SW-Fotos von Milstein, Oistrach oder Rostropowitsch kaufte mir die hiesige Zeitung zur Veröffentlichung ab, und die interessantesten Bilder wurden 1996 im Theater-Foyer ausgestellt.

Man vergleiche mal den Fernsehbericht einer heutigen Pressekonferenz irgendeines Prominenten Politikers oder Künstlers mit einem Bericht aus den 60er Jahren. Damals: die Fotografenschar wartete mit ihrer Leica, Contax oder Rollei auf den günstgsten Moment, und niemand merkte, dass überhaupt fotografiert wurde. Lediglich der Nachbar vernahm ein leises Klicken. Es war sehr verpönt, Blitzlicht zu verwenden, und bei den Pressekonferenzen von Adenauer war es sogar verboten.
Und wie ist es heute? Ein ständiges Lichtgewitter prasselt minutenlang auf alle Anwesenden herab, und man sieht bei den Fotografen kaum noch eine Kamera ohne Blitz. Ein Bild um jeden Preis ist die Devise!

Nachdem 1967 unsere erste Tochter geboren wurde, musste ich aber doch gelegentlich wieder zum Blitz greifen. Den alten KM von Agfa hatte ich noch nicht weggeworfen und Blitzbirnen gab es weiterhin.
Im gleichen Jahr brachte Rollei die Sensation auf den Markt: den ersten Computerblitz, Rollei Strobomatic E66 für 548,00 DM. Eine Messzelle berechnete das vom Objekt reflektierte Licht, und je nach Entfernung und Blende wurde die Blitzdauer automatisch richtig dosiert.

Bei Wikipedia kann man dazu lesen:
Während die Standardblitzdauer eines ungeregelten Elektronenblitzgeräts ca. 0,001 s beträgt, kann durch die schnelle Abschaltung des Blitzes die Zeit auf 0,00002 s (20 µs) zurückgehen. Dadurch werden spektakuläre Aufnahmen möglich. So warb Rollei bei der Einführung des Computerblitzgeräts mit einem Bild, auf dem zu sehen war, wie eine Pistolenkugel sich durch eine (Skat-) Spielkarte entlang der Papierebene pflügte.

Ein Jahr später kaufte ich mir den Braun 2000 Variocomputer, benutzte ihn aber nur gelegentlich. Mitte der 70er Jahre schenkte mir ein älterer Kollege seine Braun-Blitzanlage. Er wollte überhaupt nicht mehr blitzen und wollte alles auf den Müll werfen. Um es kurz zu machen: noch heute benutze ich diese „Anlage“ an der Leica M2 für Portraits. Es handelt sich um ein Braun Hobby Automatic EF3 Blitzgerät mit zwei zusätzlichen Lampenstäben. Die großen Reflektoren erzeugen eine wunderbar weiche Ausleuchtung.

Im Laufe der folgenden Jahrzehnte wurden diese neuen Computerblitze immer kleiner, und schließlich in das Kameragehäuse integriert und neben das Objektiv platziert, was auch zwei sichtbare Nachteile mit sich brachte. Erstens rückten die optischen Achsen von Blitz und Objektiv so nahe zusammen, dass „rote Augen“ entstanden, eine Erscheinung, die noch zehn Jahre vorher durch den wesentlich größeren Abstand von Objektiv und Blitz unbekannt war. Zweitens erzeugte die nun wesentlich kleinere Leuchtfläche von der Größe einer Briefmarke ein deutlich härteres Licht, und außerdem haben diese Miniblitze nur noch eine Reichweite von wenigen Metern. Aber man hat seinen Blitz immer dabei, wenn man ihn braucht.

Das war’s, und der Rest dürfte bekannt sein.

Es grüßt Euch
Eginhard