Die Mobile Dunkelkammer von Sabine Alex

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Den Geruch von Essig und Entwickler, ein schwach rot beleuchteter Raum, Stille,
Langsamkeit und der magische Moment, wenn das Bild durch Bewegung in der
Schale langsam erscheint – das alles liebt Sabine Alex. Seit 2006 fotografiert sie
analog und richtet sich 2011 ihre eigene Dunkelkammerim Atelier in Dresden ein.
Gepaart mit dem Vorschlag auf dem Fotofestival F/Stop 2010 eine Dunkelkammer
aufzubauen und hier mit den Besuchern Fotogramme zu entwickeln, ist ihre Idee
geboren.Nach dem Abschluss ihres Lehramtsstudiums 2011 entscheidet sie sich
für einen Weg jenseits von Kreidetafel und Schülerbänken. 2012 zieht sie von
Dresden nach Berlin, arbeitet erst bei einem analogen Foto-Projekt als Assistentin
und macht sich dann Ende des selben Jahres mit ihrer Mobilen Dunkelkammer
selbstständig.

Mobile Dunkelkammer – wie funktioniert das eigentlich? Ganz einfach – Hat man
mit seiner Institution, mit Freunden oder als Einzelperson Lust auf einen Workshop
im Bereich analoge Fotografie, bucht man die Mobile Dunkelkammer. Zum Einsatz
kommt ein 3x3x2 Meter großes Zelt, welches komplett lichtdicht und binnen kurzer
Zeit aufgebaut ist. Sein Inneres füllt sich mit allem, was in der Welt der analogen
Fotografie nicht fehlen darf – Vergrößerer, Schalen, Chemie, Trockner, Fotopapier
und allerhand Zubehör. Und das wichtigste: Sabine lehrt und erklärt einem die
Tricks und Kniffs der analogen Fotografie.

Bei der Mobilen Dunkelkammer kann man von theoretischen Workshops zur Foto-
grafiegeschichte und Foto-Technik bis hin zu praktischen Workshops zur Film-
entwicklung, Fotoentwicklung, Foto-Tour, aber auch experimentelle praktische
Workshops wie z.B. zum Thema Lochkamera, Cyanotypie, Fotogramm,
Experimentieren mit Emulsion und viele mehr buchen.

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Sabine Alex ist mit ihrer Mobilen Dunkelkammer in Schulen, Museen, auf Festivals,
in Fotoläden, Vereinen, sozio-kulturellen Veranstaltungen und bei privaten Feiern
unterwegs – und das deutschlandweit. Zuletzt war sie mit ihrer Mobilen Dunkel-
kammer sogar auf einem kleinen Festival in Basel in der Schweiz.

Im Sommer diesen Jahres tritt neben dem mobilen Zelt noch ein weiterer Helfer an
ihre Seite. Den orangene Mercedes-Bus, welcher von Sabine liebevoll Kurt genannt
wird, baut sie gerade zur Mobilen Dunkelkammer auf Rändern aus, sodass sie noch
schneller und flexibler von Ort zu Ort fahren kann.

Den Beweggrund ihrer Arbeit formuliert Sabine so: „Die Mobile Dunkelkammer ist
für mich die sinnhafteste Verknüpfung von Fotografie und Pädagogik.“ Sie möchte
Transparenz schaffen, das Handwerk der analogen Fotografie lehren und
weitertragen. In Berlin trifft sie schnell Gleichgesinnte, mit denen sie die Liebe zur
analogen Fotografie teilt. So entwickelt sie im Sommer 2013 die Vision zeitgenössische
analoge fotografische Projekte, Künstler und Strömungen zu bündeln. Die Idee des
Analogue Now – des ersten und einzigen analogen Foto-Festivals in Europa war geboren.

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Das Festival besteht dabei aus einer Dreiteilung aus Ausstellung, Workshops und
Vorträgen und Gesprächen mit Künstlern. Vor allem aber bietet es Profis und Laien,
die alle die Begeisterung an der analogen Fotografie eint, eine Plattform.

Nach einem Jahr Arbeit, in einem Team aus 10 Kulturschaffenden, Fotografen,
Wirtschaftlern, Medienprofis und Kreativen, feiert das Team des Analogue Now
am 7. Juni die Festival-Warm-Up-Party im Lovelite in der Simplonstraße 38 in
Berlin-Friedrichshain. Die Ein-Tages-Veranstaltung kann allein schon als Mini-Festival
durchgehen. Neben Foto-Workshops und einer Polaroid-Foto-Ralley am Tag sorgen
analoge Installationen wie eine Camera Obscura oder das audio-visuelle Projekt optonik ,
eine Stummfilm-Vertonung, eine künstlerische Diaprojektion, sowie eine
Live-Performance, Bands und DJs am Abend für Stimmung. Wer vorher nicht schon
der analogen Fotografie verfallen ist, wird es spätestens nach diesem Abend im Lovelite
sein.

Und wie könnte es anders sein – die 2 Workshops zum Fotogramm und der Cyanotypie
am Nachmittag leitet Sabine Alex mit ihrer Mobilen Dunkelkammer. Am 7. Juni sollte man
daher die Gelegenheit nicht verpassen beide Projekte – die Mobile Dunkelkammer und das
Analogue Now kennenzulernen.

Weitere Infos:
www.mobile-dunkelkammer.blogspot.com
www.facebook.com/pages/Mobile-Dunkelkammer/583598485025347?fref=ts
www.analoguenow.com
www.facebook.com/pages/Analogue-Now/552909784823340?fref=ts