Meine Lieblings-Kleinbildspiegelreflexen

Dass ich hier in Mehrzahl schreibe, hängt damit zusammen, dass das Besondere gerade auch bei der Liebsten der Liebsten gerade die Vielzahl an Kameras ist, die mit einander kompatibel sind.

Ich spreche hier von dem OM-System von Olympus.

Es gibt 4 verschiedene Typen von OM Kameras:

  • die Einstelligen OM1/OM1MD/OM1n/OM2/OM2n/OM2SP/OM3/OM3Ti/OM4/OM4TI
  • die Zweistelligen OM10/OM20/OM30/OM40
  • die Dreistelligen OM101/OM707
  • die Vierstelligen OM2000

Ich möchte nicht allzu sehr ins Detail der einzelnen Kameras gehen, schon deshalb nicht, weil ich nicht alle Modelle besitze. Was die Einstelligen betrifft, so sind sie voll kompatibel mit allem OM Zubehör, lediglich bei den Blitzgeräten stehen nicht alle Möglichkeiten zur Verfügung. Aber es lassen sich sämtliche Sucherscheiben tauschen, alle Motoren und Winder passen an alle Einstelligen OM sowie auch Rückwände sind untereinander Tauschbar.
Auch alle MF Objektive passen uneingeschränkt an alle Einstelligen OM.

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Die Zweistelligen sind auch voll integrierbar mit 3 Einschränkungen: die Sucherscheiben lassen sich nicht wechseln, die Rückwände sind nicht wechselbar, die Motoren passen genauso wie bei den Einstelligen – nur wird davon abgeraten, wegen der mechanischen Belastung. Um Missverständnissen vorzubeugen: die Winder können uneingeschränkt verwendet werden.

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Die Dreistelligen sind nicht mehr in das Alte System integrierbar, da sie schon eingebaute Motoren haben und motorische Scharfstellung (entweder AF bei der 707, bzw. der Powerfocus bei der 101) Die alten MF-Objektive können uneingeschränkt an die Dreistelligen angeschlossen werden, müssen aber manuell fokusiert werden.
Aber umgekehrt kann man die AF bzw PF Objektive der Dreistelligen nicht an anderen OM Kameras einsetzen, Das Bajonett ist zwar identisch, aber die Elektrokontakte verhindern eine Nutzung.

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Dann die Vierstellige. Es gibt nur eine, die OM2000, die von Cosina stammt. Mit ihr können nur die OM MF-Objektive verwendet werden. Sie besitzt nicht einmal einen Motoranschluss, und die Sucherscheibe kann auch nicht getauscht werden.

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Im Weiteren will ich mich schwerpunktmäßig mit den Ein und Zeistelligen befassen, die in ihrem Aufbau und Bedienung sehr ähnlich sind, Ausnahme OM10 und 30.

Die Liebste meiner Liebsten ist die OM 1MD noch ohne n. Die Unterschied zwischen den einzelnen OM1 sind minimal, der größte Unterschied ist zwischen OM 1 Und OM1 MD, letztere hat Motoranschluss, die erster nicht, die wurde auch nur 1 Jahr gebaut und lässt sich durch Austausch des Gehäusebodens nachrüsten.
Die OM1 ist eine sehr kompakte mechanische Spiegelreflex mit Nachführmessung, und deshalb sehr robust. Sie benötigt zwingend die 1,35V Quecksilberbatterien, was Dank Adapter und Hörgerätebatterien kein Problem ist.

Neben der OM1 habe ich noch 2 Om2 ohne n im Einsatz. Der größte Unterschied zwischen OM2 und OM2n ist, dass bei letzterer die Belichtungszeit beschränkt ist. Die OM 2 belichtet bis die Batterie leer ist.

Und da bin ich nun schon bei einer Besonderheit der OM2. Die Om2 ist eine Kamera mit elektronischem Verschluss, die manuelle Belichtung mit Nachführmessung bietet, oder Zeitautomatik. Die letztere unterscheidet sich von den Automatiken anderer Hersteller, dass sie die Belichtung während der Belichtung anhand des vom Film reflektiertem Licht misst. Das nennt sich autodynamische Messsteuerung. Gerade bei Langzeitbelichtungen ideal.

Ich hatte damit immer gute Ergebnisse auch ohne mich viel mit den Philosophien des Herrn Schwarzschild beschäftigt zu haben. Die OM2 Sp besitze ich nicht, aber die hat noch Programmautomatik und Spotmessung, und ist somit ein bisschen anders als die andern OM2.

Mein ehemaliges Flaggschiff, die OM4TI, habe ich immer gerne genutzt, nur ist mir die Schlichtheit der OM1 heute einfach lieber. Die OM4Ti ist eine Kamera wie die OM2 – nur mit erweitertem Einstellbereich der Filmempfindlichkeit und der Möglichkeit der Spotmessung so wie der Multispotsessung, mit zusätzlicher High Lite und Shadow Korrektur sowie der Möglichkeit, mit einem speziellen Blitzgerät bis zu 1/2000stel voll synchron zu blitzen. Für spezielle Aufgaben nehme ich sie auch heute noch gerne.

Bei den Zweistelligen will ich 2 Auslassen, die OM20 da selten angeboten und die OM30, die nur für Sammler interessant ist, und zu viel Batterien braucht, Die OM10 Minimal ist eine Spiegelreflex mit reiner Zeitautomatik, man kann sie mit Hilfe eines Manual Adapters auch Manuel einstellen, aber ohne Nachführmessung. Preisgünstiger Einstieg in das OM System, da alles zu fast allem passt.

Die OM40 hat mich lange Jahre begleitet heute habe ich 2 davon, dient mir eher als Ersatzgehäuse, habe aber früher sehr gerne mit ihr gearbeitet, sie bietet manuelle Einstellung ohne Nachführmessung, Zeitautomatik mit Autodynamischer Messsteuerung, sie hat eine Programmautomatik mit ESP Kontrolle. Die Programmautomatik arbeitet sehr zuverlässig, so dass ich die OM40 fast immer damit benutzt habe.

Und gerade wegen der vielen schönen OM Modelle die ich gar nicht alle erwähnt habe und der Tatsache, dass alles kompatibel ist, es sich viele Gehäuse in dem System benützen lassen, kann man nicht von einer Lieblingskamera sprechen, denn es ist das System, dass jede einzelne Kamera so reizvoll macht.

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Text und Bilder: Achim Bauer Henriques