Panoramaphotos

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Für ein Panoramabild soll verzeichnungsfrei ein Bildwinkel aufgenommen werden, der zumindest nahe an 180° herankommt, ohne dabei einen ebenso großen Bildwinkel nach oben und unten zu erreichen. Diese Aufgabe ist also durch eine Weitwinkeloptik nicht zu lösen, sondern erfordert eine besondere Kamerakonstruktion.

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Bewährt hat sich dafür seit langer Zeit die Schwenkoptik, die ein entsprechend langes Filmstück mit einer Normalbrennweite belichtet, wobei das herumschwenkende Objektiv gleichzeitig als Schlitzverschluß dient.

Kodak hat dieses Prinzip 1899 mit der „Panoram-Kodak“ auf dem Markt verbreitet; hier im Bild ist die von 1900 – 1902 gebaute Panoram-Kodak Nr. 4, Model B zu sehen. Im boxähnlichen Gehäuse läuft der 9 cm breite Rollfilm in einer Länge von 31 cm über einen Kreisabschnitt. Die Libelle dient zum genauen Ausrichten des Apparates zur Horizontlinie.

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Mit dem Hebel zwischen Sucher und Libelle kann die Feder für den Objektivschwenk in beide Richtungen gespannt werden; zwei Rasten ermöglichen das Einstellen von zwei Ablaufgeschwindigkeiten, also zwei Verschlußzeiten. Ein einfacher Lichttrichter an der Innenseite besorgt dann die Belichtung des Films im Halbrund.

Nach diesem Prinzip werden seither Panoramakameras gebaut, so auch von KMZ in Russland 1967 die „Horizont“ und die aktuell in Dresden produzierten Noblex-Kameras. Der Aufwand ist stets erheblich, denn eine solche Apparat ist tatsächlich nur für diese eine Anwendung verwendbar. Dazu kommt, daß die Negative aufgrund ihrer Länge entsprechendeDunkelkammertechnik benötigen.

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Text und Bilder: www.vintage-photo.de